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Geschichte - 1945

Somit war am 13. Dezember 1924 die Freiwillige Feuerwehr Lohnde gegründet.

Bereits im März 1925 erhielt die Wehr die ersten Ausrüstungsgegenstände, die aus Helm, Mannschaftsgurt und Uniformrock bestanden. Es wurde ein Ehrengericht gewählt, das aus den Kameraden H.Fricke sen., H.Dröge, F.Möller jun., H.Ilse, Fr.Flebbe, W.Kokemöller und H.Heerhorst bestand. Der Monatsbeitrag für die Wehr wurde auf 0,50 Mark festgelegt.

Die Ausbildung lag bei Fritz Möller in guten Händen und die Mannschaft wurde zu einer schlagkräftigen Wehr geformt. So konnte, bei einer Übung am 5.April 1925 bereits zehn Minuten nach der Alarmierung durch die örtliche Sirene das Kommando "Wasser Marsch" gegeben werden. Es war somit die wohl erste gelungene Alarmübung der Wehr. In der folgendenen Zeit wurden von jeder Versammlung, die monatlich stattfanden, Alarmübungen durchgeführt.

Ende 1925 wurde ein Trommler- und Pfeiferzug der Freiwilligen Feuerwehr Lohnde gegründet.. Fortan zog die Wehr mit diesem Zug zu den Ausmärschen und Feuerwehrfesten.

Im September 1926 schaffte die Wehr eine moderne Handdruckspritze an, die durch den anwesenden Kreisbrandmeister Körber in Dienst gestellt wurde. Er sagte, daß die neue Spritze der Feuerwehr Lohnde lange erhalten bleiben möge und wünschte, diese nicht zu oft im Ernstfalle in Gebrauch zu sehen.

In den damaligen schweren Zeiten leistete die Wehr in Notfällen Hilfe in den Nachbarorten Almhorst, Garbsen, Gümmer und Seelze. Es galt z.B. mehrere leckgeschlagene Schleppkähne auf dem Mittellandkanal leerzupumpen und so vor dem Untergang zu bewahren.

Am 13.September 1929 standen im Ort die noch aus dem 30jährigen Krieg stammenden Gebäude des Bauern Conrad Röhrbeinin Flammen. Diese konnten zwar nicht gerettet werden , doch gelang es, ein Übergreifen des Feuers auf andere Nachbargebäude zu verhindern.

Am 14.Juli 1934 übergab der zurückgetretene 1.Hauptmann Fritz Möller dem neuen Brandmeister Hermann Moitje den Schlüssel des Spritzenführers und gratulierte zu dessen Ernennung. Er gab dem Wunsche Ausdruck, die Freiwillige Feuerwehr Lohnde möge weiterhin getreu dem Wahlspruch:

Gott zur Ehr und dem Nächstem zur Wehr

Ihre Pflicht tun.

Die nächsten 15 Jahre setzte Hermann Moitje seine ganze Kraft für das Gedeihen und dauernde Schlagkraft der Wehr ein.

Zu seiner Zeit wurde eine Tragkraftspritze angeschafft, die jedoch in den Kriegszeiten, zum Ärger der Wehrmänner, nicht zur vollen Zufriedenheit arbeitete. So mußte immer wieder auf die gute alte Handdruckspritze zurückgegriffen werden.